Ein soziales System definiert sich durch Strukturen, Beziehungen, Kommunikation und Handlungen. Es gibt z. B. das Familiensystem, Unternehmenssystem, Vereinssystem, Gesellschaft, … all diese Systeme unterscheiden sich voneinander und haben Gemeinsames.
Entsprechend dem System, dem der Mensch angehört, hat er gewisse Verhaltensweisen. Dabei geht es nicht um das kausale Denken von Ursache und Wirkung, sondern um zirkuläres, das die Wechselwirkung vom Verhalten eigener und anderer Systeme bedeutet. Gemeint sind damit Muster von Kommunikation, Beziehungen, Handlungen und der Überlegung, wie diese Muster anders „gestrickt“ werden können.
Systemisches Denken ist ziel-, ressourcen- und zukunftsorientiert. Der österreichische Physiker Heinz von Förster, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Labratory in Illinois gilt als Mitbegründer der Kybernetik und ist philosophisch dem Konstruktivismus, beeinflusst von Ludwig Wittgenstein, zuzuordnen.Er hat die Begriffe Systemtheorie und radikaler Konstruktivismus mitgeprägt, die im systemischen Coaching von wesentlicher Bedeutung sind.
Im Coaching wird mit beiden Ansätzen, dem systemischen und dem konstruktivistischen gearbeitet; es wird gemeinsam mit dem Klienten von seiner Wirklichkeit ausgehend seine neue Wirklichkeit konstruiert, ein Lösungsraum. Dabei handelt es sich um einen ziel –, handlungs- und ressourcenorientierten Beratungsprozess, der Lösungskonzepte entwickelt.
Die Grundhaltung der Verschwiegenheit, der Wertschätzung und der Begegnung auf Augenhöhe sind Voraussetzung dafür. Aktives Zuhören und das zirkuläre Fragemodell sind Methoden, die Veränderung in Denken und Haltung bewirken. (WILAK: Coaching Intensiv 1, S.1ff)